Fingerübung, Schreibübung

Eine unerhörte Begebenheit als Ausgangspunkt der Novelle: der Brief

Mein aktuelles Projekt beginnt mit eben solch einem geheimnisvollen Brief, der die Veränderungen für meine beiden Protagonisten ins Rollen bringt.

Na, was soll denn so unerhört und packend an einem Brief sein? Vielleicht, dass man überhaupt noch einen bekommt und sich wundert, wer so altmodisch ist und so viel Zeit hat, Handgeschriebenes zu versenden?

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Fingerübung, Schreibübung

Wörtlich genommen

Die Schriftstellerin Herta Müller arbeitet sehr intensiv mit Collagen aus Worten, die sie aus Zeitungen ausschneidet, neu ordnet, in ungewohnte Zusammenhänge bringt. Damit regt sie sich selbst und ihre Leser an, ungewohnte Assoziationen zuzulassen und auf den Grund von Wortbedeutungen zu tauchen.

Heute biete ich euch auch an, mit einzelnen Wörtern zu arbeiten. Dazu bedienen wir uns der  in der deutschen Sprache allgegenwärtigen zusammengesetzten Substantive (substantivische Komposition), mit denen sich wunderbar arbeiten lässt.

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Rezension

„Schlaflose Nacht“ von Margriet de Moor

„Schlaflose Nacht“, Margriet de Moor, Carl Hanser Verlag München 2016

Diese Novelle wurde neu bearbeitet. Sie erschien erstmalig 1989 in den Niederlanden und 1994 auf Deutsch unter dem Titel „Auf den ersten Blick“.

Das der Novelle zugrunde liegende Ereignis fand vor über dreizehn Jahre statt. Damals beging Ton, der Ehemann der Ich-Erzählerin, nach nur anderthalbjähriger Ehe ohne ersichtlichen Grund Selbstmord. Seit damals ist die Lehrerin Witwe und hat sich ihr Leben zwischen ihrer Arbeit als Grundschullehrerin, dem nächtlichen Backen und Denken und sporadischen One-Day-and-One-Night-Stands eingerichtet. Mit diesen Männern gibt sie nicht nur den Bedürfnissen ihres Körpers nach. Sie sind auch Anlass, um wieder und wieder die Fakten ihres Lebens wie Puzzlestücke auf den Tisch zu legen, sie zu erzählen, sie zu überdenken und nach Strukturen und Erklärungen für das Geschehene zu suchen.

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Fingerübung, Schreibübung

Kraftvolle Sprache – Übungen zu Verben

Poliere Deine Sätze auf

Jeder Schreibende hört ziemlich früh und immer wieder den Satz „Show, don´t tell“.

„Ja ja, verstanden!“, mag man denken und dennoch, dennoch…: wie schwer ist das manchmal in der Umsetzung!

Aber unsere Sprache bietet uns ein wunderbares Werkzeug: das Verb.

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Rezension

„Winternovellen“ von Ingvild H.Rishoi

„Winternovellen“ von Ingvild H. RISHØI, Open House Verlag Leipzig, 1. Auflage 2016

Über Neujahr habe ich ein wunderbares Büchlein der Norwegerin Ingvild Rishoi gelesen- drei Novellen enthält es, alle von einem Zauber getragen, der darin gründet, dass Rishoi ihre Ich-Erzähler liebt, ihnen unter die Haut gekrochen ist, bevor sie sie erzählen lässt.

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Fingerübung, Schreibübung

Die Sinne schärfen

Eine sehr gute Übung  um sich in Schreibstimmung zu bringen, ist die Schärfung der Sinne anhand eines Gegenstandes.  Diesen Gegenstand mit allen Sinnen zu erfassen,  auf die inneren Bilder zu achten, die entstehen, die Stimmungen, die wachgerufen werden- all das bereitet den Geist darauf vor, aus den Tiefen zu schöpfen, neue Bilder zu entwickeln, sich auf Beobachtungs- und Formulierungsterrain zu begeben.

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