Fingerübung, Schreibübung

Die schlimmstmögliche Wendung der Geschichte

– oder: wie kann ein Autor seine eingefahrenen Denk – und Erfahrungsmuster verlassen und sich auf neues Terrain begeben?

„George M. Oswald gesteht kalt lächelnd, (…): Ich habe es mit Friedrich Dürrenmatt gehalten: Eine Geschichte ist nicht zu Ende erzählt, bevor sie nicht ihre schlimmstmögliche Wendung genommen hat.“ (Quelle)

Wie macht man das: die „schlimmstmögliche Wendung“  ausdenken? Wie wachse ich über mich hinaus bei der Weiterentwicklung eines Handlungsstranges?

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Fingerübung, Lernen durch Lesen, Schreibübung

Show – don´t tell. Eine Schreibübung.

Liebe Schreibende,

heute befassen wir uns mit einem Zitats aus Gogols Novelle „Der Newskijprospekt“:

„Sie kamen in das Zimmer. Drei weibliche Gestalten in verschiedenen Ecken stellten sich seinen Augen vor. Die eine legte Karten; die andere saß am Klavier und spielte mit zwei Fingern irgendetwas Trauriges nach Arte einer altmodischen Polonäse; die dritte saß vor dem Spiegel und kämmte ihr langes Haar und dachte gar nicht daran, beim Eintritt einer fremden Person mit ihrer Toilette aufzuhören. Eine unangenehme Unordnung, wie man sie gewöhnlich nur im Zimmer eines sorglosen Junggesellen antrifft, herrschte in allem. Die ziemlich schönen Möbel waren mit Staub bedeckt; eine Spinne hatte mit ihrem Netz das stuckierte Gesimse überzogen; durch die halbgeöffnete Tür des anderen Zimmers blitzte ein Stiefel mit einem Sporn und leuchtete der rote Aufschlag einer Uniform; eine laute Männerstimme und das Lachen einer Frau ertönte, ohne sich den geringsten Zwang anzutun. Mein Gott, wohin war er geraten!“

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Allgemein, Literaturkritik, Rezension

Eindrücke vom Literarischen Quartett, Freitag, 11.August 2017, ZDF

Gast war dieses Mal Ijoma Mangold, Literaturchef der ZEIT – ein geschickt gewählter Zeitpunkt, um seine, am 18. August bei Rowohlt erscheinende Biografie „Das deutsche Krokodil“ zu promoten.

Und Mangold begann die Runde auch gleich mit „Das Leben des Vernon Subutex“ von Virginie Despentes, die im Jahr 2002 durch „Baise-moi – Fick-mich“ Aufsehen erregte. Weiterlesen

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Lernen durch Lesen, Rezension, Schreibübung

Gedanken zum Roman „Heim schwimmen“ von Deborah Levy

Deborah Levy war mit diesem Roman 2012 auf der Shortlist für den Man Booker Prize.

Vielversprechend lockte mich die Skizzierung des Settings und der Figuren: hitzeflirrende Tage in einer Ferienvilla in Südfrankreich- ein in Naturstein gehauener Pool, zwei Ehepaare – darunter die Jacobs mit pubertierender Tochter Nina- , der ständig bekiffte junge Hausmeister Jürgen, die ältere Engländerin Madeleine Sheridan, die das Treiben in der Villa vom Nachbarhaus aus beobachtet und last but not least die sich einschleichende neurotische Kitty Finch.

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