Allgemein, Rezension

Rezension „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin

Mit über 70 Jahren hat Natascha Wodin während eines Arbeitssommers in Mecklenburg unerwarteten  Zugang zu ihrer Familiengeschichte gefunden. Sie gräbt immer tiefer, begleitet von erstaunlichen Zufällen, bis sie sogar an das Tagebuch ihrer Tante Lidia gerät, der älteren Schwester ihrer Mutter. Nach und nach entfaltet sich so die Lebensgeschichte ihrer Mutter, die in Mariupol in der Ukraine in wohlhabenden Verhältnissen zur Welt kam und sich mit 36 Jahren das Leben nahm.

Die Aufarbeitung der Herkunft, das Entwickeln eines Verständnisses  von Heimat und Zugehörigkeit,  die Annäherung an die einzelnen Familienmitglieder mit ihren Geschichten und schließlich die Rekonstrukton des Lebens der Mutter– all das gelingt nur vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und bezieht daraus auch seine Aktualität.

Wodins Mutter gerät, kaum ein paar Jahre nach ihrer Geburt in die Wirren der 30-er bis 50-er Jahre. Erschüttert durch die Säuberungswellen der Stalinära in den 30-er Jahren mit millionenfachen Deportationen in Gulags und Zwangskollektivierungen, die zu einer verheerenden Hungersnot 1932/33 führten, wird die Ukraine zu einem der Hauptschauplätze des zweiten Weltkrieges, in dessen Verlauf um die 7 Millionen Ukrainer umkamen.

Die deutschen Besatzer in der Ukraine verstehen die Bevölkerung dort als Untermenschen und Arbeitsmaterial. Über zwei Millionen Ukrainer wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert, wo sie unter erbärmlichsten Bedingungen für die deutsche Industrie tätig waren. Unter ihnen waren auch Wodins Mutter und Vater.

„Besonders beliebt sind leistungsfähige junge Leute – ganze Güterzüge, vollgestopft mit ukrainischen Teenagern, rollen täglich ins Deutsche Reich.“ (S. 250)

„Mein (Anm.: Wodins) Leben hatte in einem Arbeitslager des  Flick-Konzerns begonnen, in der finalen Phase des zweiten Weltkrieges.“ (S. 281)

Mit Kriegsende bessert sich die Situation nur wenig. Die kleine Familie bleibt in Deutschland, findet hier aber weder Heimat noch Glück.

Wodins Schilderungen orientieren sich an den ihr zur Verfügung stehenden Dokumenten. Sie sind nie reißerisch, sondern vollziehen das Leben von Mutter und Tante so nach, dass der Leser sich in das für uns heute fast unvorstellbare Leid hineinversetzen kann.

„Von diesem Moment an hörte sie (Anm.: die Mutter) ganz auf zu sprechen. Ich bitte sie, ich flehe sie an, ich rüttle an ihr, aber sie sagt nichts mehr. Sie sitzt wieder da mit ihrem erstarrten, abwesenden Blick, der nichts von dem verrät, was sie irgendwo in einer anderen Wirklichkeit sieht.“ (S. 353)

Es wird überdeutlich, wie  wenig  Anspruch wir auf ein gelingendes, zufriedenes, sattes Leben haben und wie unerträglich und zerstörerisch Diktaturen, Krieg, Hunger, Leid, Heimweh und  Erniedrigung sein können.

Natascha Wodin: Sie kam aus Mariupol
Rowohlt Taschenbuch, September 2018, 360 Seiten

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Allgemein, Literarisches Quartett, Literaturkritik, Rezension

Das literarische Quartett vom 12.10.2018 – von der Frankfurter Buchmesse

Gast: Denis Scheck – bekannt aus der Sendung Druckfrisch in der ARD

Das Quartett hat ganze Arbeit geleistet: Vier Bücher mit insgesamt ca 3000 Seiten wurden gelesen und dazu gabs eine sehr fruchtbare Diskussion. Denis Scheck und Thea Dorn sind im Quartett das kongeniale Duo – sprachlich und intellektuell auf Augenhöhe, streitbar und nie langweilig.

Thea Dorn stellt Karen Duves historischen Roman Fräulein Nettes kurzer Sommer vor, in dem die unglückliche Liebe der brillanten jungen Annette von Droste-Hülshoff und deren Scheitern an den Strukturen behandelt wird. Mit enormer Recherchearbeit hat Duve es geschafft, einen Roman, „zart und sarkastisch“ zu schreiben und zeigt dabei ein „gutes Gespür für die himmelschreienden Geschlechterrollen. Den Leser holt sie durch pfiffige Sprachdetails in die Gegenwart und schafft wunderbare Sommer-Atmosphären. Alle waren sich einig: ein toller Roman.

Christine Westermann legt uns Powers Die Wurzeln des Lebens ans Herz, in dem die Helden die  Bäume sind, ohne die der Mensch nicht bestehen kann. Das Buch ist, so Westermann, voller Pathos, der sie berührt hat. Obwohl das Buch für den Man Booker Preis nominiert ist, meint Denis Scheck: „Wegen mir hätte für dieses Buch kein Baum sterben müssen“. Powers habe zwar eine starke Botschaft aber Scheck hält es für  intellektuell unredlich, ein Buch derart mit politischer Propaganda zu überfrachten. Thea Dorn stimmt dem zu. Es fällt das Wort „Kitsch“. Weidermann dagegen war von dem Buch begeistert, und attestiert Powers große Romankunst.

Volker Weidermann führt ein in Stephan Thomes Gott der Barbaren, der den Taiping-Aufstand Mitte des 19. Jahrhunderts in China behandelt. „Hochgerüstete moralische Kräfte aus dem Westen (Briten) treffen auf die Chinesen, was in einer furchtbaren Katastrophe endet“. Er war von diesem Roman beeindruckt. Westermann fand das Buch kraftlos und freudlos erzählt. Denis Scheck bescheinigt Thome große „intellektuelle Flughöhe“ und hält es für eines der „seltenen Bücher, die einen reich belohnen“. Thea Dorn fühlt sich bereichert, fragt aber, ob das Buch als Roman geglückt ist, da die einzige erfundene Figur des Romans nicht gelungen scheint.

Denis Scheck stellt David Foster Wallace Der Spaß an der Sache vor. Von dieser Essaysammlung sagt Scheck, es handle sich nicht um ein Buch, „sondern um ein Lebensmittel“. Wallace habe „unglaubliche Benennungsfähigkeit“ und analytische Kraft, mit der er die amerikanische Gesellschaft wunderbar entlarve. Dorn bestätigt, dass Wallace´ eingebaute Zweifel an den eigenen Wahrnehmungen die Beobachtungsgabe des Lesers schärfen. Scheck nennt Wallace ein „Wahrnehmungsmonster“, dem man gebannt bei seinen Denkbewegungen folgt.“

Insgesamt also vier sehr spannende Bücher, von denen das eine oder andere trotz oder gerade wegen seines Volumens geeignet für bereichernde Herbst- und Winterlesestunden scheint.

Viel Spaß wünscht euch das

Schreibtischle

 

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Allgemein, Lernen durch Lesen, Rezension

Philipp Roth „Empörung“

Zusammen mit Seethalers „Das Feld“ kaufte ich zufällig auch Roths „Empörung“.

Wie in „Das Feld“ erzählt auch in „Empörung“ ein Toter aus dem Seelenreich heraus seine Geschichte: Markus Messner, Sohn eines koscheren Metzgers in Ohio, von beiden Eltern sehr geliebt und beschützt, stirbt, von Bajonetten zerfetzt, 1952 in Korea – mit gerade einmal 19 Jahren.

Hineingeboren in das kleinstädtische Amerika der 50-er Jahre, das sich im Koreakrieg befindet, versucht Messner, seinem überfürsorglich gewordenen Vater zu entkommen und einfach ein sehr guter Student zu sein, um, falls es dazu kommen sollte, nicht als einfacher Rekrut in die koreanischen Schützengräben geschickt zu werden, sondern als Offizier in den Planungsstab.

Messner ist wissbegierig und mit einem klaren moralischen Orientierungssinn versehen. Alles Frömmelnde ist ihm zuwider. Deshalb ist er Anhänger von Bertrand Russel und haftet keinem Glauben an. Von starkem Gerechtigkeitssinn und Nonkonformismus durchdrungen, setzt Messner sich gegen die Angriffe auf seine Würde zur Wehr. Er wechselt das College, er zieht dort zweimal um, er argumentiert stringent und schlagkräftig gegen die investigativen und zu persönlichen Fragen des Direktors.

In manchen Szenen wird Messner aus dem Jenseits heraus zum unbeteiligten Beobachter der Vergangenheit, gerade so, als würde er die Geschehnisse dokumentieren. In einer dieser Szenen, dem weißen Höschenklau und der darauffolgenden Zornesrede des Direktors, wird die ganze Regelbesessenheit und Enge dieser Zeit spürbar. Aber es bleibt dem Leser nicht erspart, festzustellen, dass sowohl der Direktor als auch Messners Vater am Ende richtig lagen:

„Jenseits eurer Verbindungshäuser entfaltet sich Tag für Tag Geschichte – Krieg, Bomben, Massaker- , und ihr seid blind für das alles (…) aber am Ende wird euch die Geschichte einholen. Geschichte ist nämlich nicht der Hintergrund – Geschichte ist die Bühne! Und ihr steht auf der Bühne. Oh wie abscheulich ist eure erschreckende Unkenntnis eurer eigenen Gegenwart“ (aus der Rede des Direktors)

Sobald Messner seinem Orientierungssystem zuwider handelt, sich also z. B. das Mädchen ausreden lässt, im Tausch gegen die Nichtscheidung seiner Eltern, oder einen Stellvertreter für den wöchentlichen Pflicht-Gottesdienst bezahlt, läuft sein Leben aus der Bahn: das Mädchen findet er nicht mehr, der Stellvertreter wird verraten, Messner daraufhin der Schule verwiesen und in Korea getötet.

Es bleibt dem Leser die Empörung über jene, die mit faulen Überzeugungen hausieren gehen und jene, denen Selbstreflexion und das Interesse an der Zukunft abhanden gekommen sind.

Philipp Roth „Empörung“ rororo, 5.Auflage Februar 2018

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Das Feld von Robert Seethaler

Seethalers Geschichtenroman lässt uns winzige Einblicke in vergangenes Leben nehmen. Die Protagonisten sind tot, sprechen aus dem Grab heraus und erzählen von einem Moment, einer Erfahrung, einer Erinnerung, die ihnen wichtig ist, die ihrem Leben eine bestimmt Tönung gegeben hat. Sie alle waren Bewohner des Ortes Paulstadt und auf diese eigentümlich kleinstädtische Art vernetzt, die nicht wirklich trägt, aber dennoch für Bindung sorgt.

Seethaler sucht sich aus der möglichen Vielfalt biographischer Erinnerung eine Essenz heraus: eine Geste, einen Geruch, eine Entscheidung. Er schreibt sich berührend und doch  schnörkellos in die Gefühls- und Seinslagen der Protagonisten.

„Fünfzig Jahre später hieltest du immer noch meine Hand. Es kam mir vor, als hättest du sie nie losgelassen, und das sagte ich dir auch. Du lachtest und meintest, das stimmt, hab ich auch nicht!“ (aus: Hanna Heim)

Und wie wunderbar Seethaler mit wenigen Worten Atmosphären schafft. Er hat seine Bilder geborgen und sorgsam bearbeitet, damit ihr innerster Kern nicht verloren geht und beim Leser eigene Bilder erzeugen kann.

„Ich bin winzig klein und sitze auf dem Boden hinter einem Vorhang. Irgendwo steht ein Fenster offen, der Vorhang bewegt sich, durch den Stoff flimmert Sonnenlicht. Dann wird er weggezogen und meine Mutter steht da und weint. Vielleicht lacht sie auch, in meiner Erinnerung macht das keinen Unterschied. Sie hebt mich hoch. Ihre Haare riechen nach Küche und Sonntagmorgen. Sie sind lang und blond und ich habe das Gefühl, als könnten sie meinen ganzen Körper bedecken, als könnte ich in Mamas Haaren verschwinden.“ (aus: Gerd Ingerland)

Wie roch mein eigener Sonntagmorgen?

Mancher Protagonist resümiert, sieht, wie es war und was ihm fehlte, mancher bereut und zweifelt.

„Ich erinnere mich an die vielen Hände, die ich gedrückt und an die wenigen, die mich gehalten haben. (…) Ja, ich habe bestochen, falsche Versprechungen und wahrscheinlich einen ganzen Haufen unehelicher Kinder gemacht, ich habe gelogen und betrogen, ich war schlimm, ich war böse, ich war falsch und gemein. Zusammenfassend lässt sich sagen: Freunde, ich war einer von euch!“ (aus Heiner Joseph Landmann)

„Ich wollte dir ins  Gesicht schreien „Ich bin ein Kind und ich will immer ein Kind bleiben. Ich will dein Kind bleiben!“ Ich habe nicht geschrien. Ich habe es für dich getan. Hat es gereicht? Ich weiß es nicht. Ich wünschte, ich hätte genauer hingesehen. Ich wünscht, ich hätte weniger genau hingesehen. Ich wünschte, du könntest stolz auf mich sein. Sei mir nicht böse.“ (aus: Hannes Dixon)

Nicht jede der Geschichten wird jeden Leser berühren. Das kann auch nicht anders sein, denn je nach eigenem Erfahrungs- und Erinnerungshorizont liegen einem die Grabgedanken mal näher, mal ferner.

Aber haften bleiben wird etwas- einer dieser schlanken, ehrlichen Sätze oder es erhascht einen ein Gedanke beim Lesen, den man nicht mehr missen möchte.

Robert Seethaler: Das Feld, Hanser Verlag, 3. Auflage 2018

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Zsuzsa Bánk „Schlafen werden wir später“

Es war eine Weile sehr still in diesem Blog und das Schreibtischle war verwaist. Dabei liegen viele verfolgenswerte Gedanken und eine angefangene Geschichte darauf.

Abgehalten vom Schreiben und Bloggen haben mich fiese Schmerzen nicht ganz geklärter Herkunft in Beinen und Rücken, die meine Nerven gleich mit angegriffen haben, weil ich es nicht gewohnt bin, nicht in Bewegung zu sein.

Abgehalten hat mich aber auch ein wenig die Lektüre von Zsuzsa Bánks „Schlafen werden wir später“. Man kann ganz verzagt werden angesichts ihres handwerklichen Könnens, des durchdachten Aufbaus, der unaufgeregten lyrischen Sprache, des schönen Sujets. Ich lese und lese, verfolge diese Leben, möchte nicht, dass ich aus dem Kosmos dieses Briefromans verstoßen werde- aber das Leseende ist nah.

Ich wünsche mir, in der Lage zu sein, ebenfalls solche dichten, lebensechten Figuren erschaffen zu können. Ich wünsche mir, es wie Bánks zu verstehen, den Erzählstrom so kunstvoll mit dem kritischen Blick auf unsere gesellschaftliche Wirklichkeit zu verflechten. Sie schildert eindrücklich die Beziehungen der Protagonistinnen zu Beruf und Familie, zu Partnerschaft und Natur, zeigt sie in ihren Verantwortungen, ihren Träumen und Wirklichkeiten. Anhand wohl gewählter kleiner Alltagssituationen lässt sie den Leser erleben, woran sich die Protagonistinnen aufreiben, was in ihnen arbeitet und werden will, wo sie sich verrennen und wie sie mit sich ringen. So klarsichtig ist das, so unaufgeregt und ungestelzt, dass man neben der Nähe zu den Figuren auch eine barmherzigere Sicht auf sich selbst bekommt. Und ja, es gibt reichlich Emotionen, Selbstzweifel, Selbstmitleid, Neid, Liebe, Wut- das könnte kitschig sein wie ein typischer Frauenroman, ist es aber dank der klugen Reflektiertheit der Autorin und des Tiefgangs der Protagonistinnen nicht.

Was mich zudem für das Buch einnimmt, sind die interessanten Lebenswelten, in die man als Leser sozusagen probehalber eintauchen darf. Sie sind ehrlich, detailreich und nachempfindbar beschrieben und die Leserin darf sie Stück für Stück erforschen: das Literaturarchiv in Marbach, ungarische Familienkultur, die Wohn- und Wirkstätten der Annette Droste-Hülshoff, ein Schriftstellerdasein, eine zerbrechliche Künstlerehe, Geldnot, die dunkle Kraft der Trauer, Schulsysteme und Kinder in Not – so kunstvoll gestrickt ist dieses Romannetz, dass es mich völlig absorbiert.

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht und sich nicht scheut, ein etwas dickeres Buch zu verschenken, wer eine Freundin, Schwester, Tochter, Mutter hat, die schöne, ja manchmal auch etwas überbordend lyrische Sprache schätzt und zwischen 40 und sagen wir 60 ist, dann ist das Buch eine Empfehlung.

copyright S. Fischer VerlagZsuzsa Bánk: „Schlafen werden wir später“. Roman. S. Fischer Verlag , Frankfurt am Main 2017, 688 S., geb., 24,- Euro.

Zsuzsa Bánk: „Schlafen werden wir später“. Roman. S. Fischer Verlag , Frankfurt am Main 2017, 688 S., geb., 24,- Euro.

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Lernen durch Lesen, Literaturkritik, Rezension

Rezension zu „Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt“ von Bodo Kirchhoff

Kirchhoff hatte das Büchlein im März 2017 im Stuttgarter Literaturhaus mit Augenzwinkern angekündigt. Dessen Niederschrift wäre, so sagte er, eines der wenigen Male gewesen, wo Schreiben Spaß macht.

Geschrieben hat er es, nachdem ihn mitten hinein in die Leere nach Beendigung seiner Novelle „Widerfahrnis“ eine Einladung als Gastkünstler auf einer Karibikkreuzfahrt erreichte. Als er die Antwort formulierte, wurde klar, dass die Welten des „Sprachlieferanten“ und die des Kreuzfahrt-Amüsierbetriebes absurd weit auseinanderliegen und es lohnend sein könnte, sich diesen Graben etwas genauer anzuschauen.

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Frisch gelesen: „I´m supposed to protect you from all this” von Nadja Spiegelman

Die deutsche Version war noch nicht verfügbar und meine Erinnerung sagte mir, dass ich Paul Austers „Winter Journal“ 2013 in der Originalsprache mit Begeisterung gelesen hatte. Also habe ich mich getraut und Spiegelmans Memoir in der amerikanischen Version gekauft. Es sei vorweg gesagt: es ließ sich sehr gut lesen und hat mich fasziniert. Warum das? Weiterlesen

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